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Das Schilfschneiderhäs

 

 

Natürlich dargestellte Maskengruppe, die das ärmliche Bauernvolk des Mittelalters symbolisiert. Sie tragen einfache, schlichte Kleidung, welche in den Farben der Natur gefertigt ist. Die Figur trägt eine aus Holz gefertigte Maske. Jedes der verschieden aussehenden Gesichter ist vom Wind und Wetter gegerbt, von Arbeit gezeichnet und wirkt dadurch natürlich.

 

Die Schilfschneider wurden 1999 mit zunächst 12 Maskenträger, bestehend aus 6 Männer und 6 Frauen sowie zahlreichen Kindern ohne Maske ins Leben gerufen.nv001
Die Geschichte des Schilfschneiders in Echbeck begründet sich wie folgt:

 

Nachdem die Nacht vorüber war und die Quellgeister das Sumpfgebiet um den Ursprung bei Echbeck wieder verlassen hatten, kamen bereits zu früher Stunde die armen Leute aus Echbeck an die zuvor noch gespenstische Örtlichkeit der Aachquelle zurück. Es waren die ärmsten der Armen, die sich ihr täglich Brot aus der Arbeit mit Schilf verdienten. Männer und Frauen, die mit leichter Kleidung und mit Sichel und Weidenkorb bestückt ihre tägliche Arbeit am Ursprung zubrachten.
Die Männer schnitten mit ihren Sicheln in mühsamer Handarbeit das Schilf und die Frauen sammelten und bündelten es, so dass sie dann des späten Abends in ermüdetem Zustand das Schilf nach Hause bringen konnten. Dort wurde dann bis spät in die Nacht das Schilf verarbeitet, so dass es am wöchentlichen Markte gegen täglich Bedarf umgetauscht oder manchmal auch gegen Bares verkauft werden konnte.
Bereits zu dieser Stund und noch bevor der Schlaf die Leute einholte, trieben sich bereits wieder die Quellgeister im Gebiet des Ursprungs herum.

 

Leider wurde das Häs 2002 eingemottet, weil der Zuspruch innerhalb des Vereins nachgelassen hat. Sollte das Interesse wieder steigen, kann es wieder aktiviert werden.